Alternativ-Texte für Bilder beschreiben kurz und präzise, was auf einem Bild zu sehen ist oder welche Funktion es hat. Gute Alt-Tags verbessern Barrierefreiheit, Suchmaschinenoptimierung und Nutzererlebnis. Informative Bilder brauchen beschreibende Alternativ-Texte, rein dekorative Bilder ein leeres alt=““, damit Screenreader sie gezielt überspringen.
Was sind Alternativ-Texte für Bilder – und warum sind sie 2026 so wichtig?
Alternativ-Texte für Bilder (Alt-Texte, Alt-Attribute) sind kurze textliche Beschreibungen, die im HTML-Code eines Bildes hinterlegt werden. Sie werden angezeigt, wenn ein Bild nicht geladen werden kann, und von Screenreadern vorgelesen. Suchmaschinen nutzen diese Texte, um den Bildinhalt besser zu verstehen und korrekt zu indexieren.
Stand 2026 sind Alternativ-Texte für Bilder ein entscheidender Faktor für Barrierefreiheit und SEO. Sie helfen blinden und sehbehinderten Menschen, Inhalte zu verstehen, und unterstützen Suchmaschinen dabei, Bilder in der Bildersuche korrekt einzuordnen. Websites ohne sinnvolle Alt-Texte verschenken Reichweite, Usability und rechtliche Sicherheit.
Ein sauber gepflegtes Alt-Attribut ist zudem ein professionelles Signal: Es zeigt, dass du deine Inhalte strukturiert planst und an alle Nutzergruppen denkst. Gerade bei Unternehmensseiten, Behörden oder Shops kann das einen direkten Einfluss auf Conversion, Vertrauen und rechtliche Konformität haben.
Rechtliche Grundlagen und Standards: WCAG, BITV & Co.
Alternativ-Texte für Bilder sind nicht nur „nice to have“, sie sind in vielen Kontexten Pflicht. Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) fordern, dass non-textuelle Inhalte äquivalente Textalternativen erhalten. In Deutschland setzt die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV) diese Anforderungen für öffentliche Stellen verbindlich um.
Ab 2025/2026 gewinnt zudem der European Accessibility Act an Bedeutung, der auch für viele private Unternehmen digitale Barrierefreiheit relevant macht. Fehlende Alternativ-Texte für Bilder können dann nicht nur ein SEO-Problem, sondern ein Compliance-Risiko sein. Wer jetzt saubere Alt-Tags etabliert, ist für diese Anforderungen deutlich besser gerüstet.
Auch große Plattformen und CMS-Anbieter reagieren: Aktuelle Versionen von WordPress, Shopify oder TYPO3 heben fehlende Alt-Texte hervor oder schlagen automatische Alternativen vor. Trotzdem bleibt es deine Aufgabe, qualitativ hochwertige, inhaltlich korrekte Beschreibungen zu schreiben.
Informative vs. dekorative Bilder: die wichtigste Unterscheidung
Der zentrale Schritt bei Alternativ-Texten für Bilder ist die Frage: Ist dieses Bild informativ oder dekorativ? Informative Bilder tragen Inhalte, die Nutzer verstehen müssen. Dekorative Bilder dienen nur der Gestaltung und haben keinen eigenen Informationswert. Diese Entscheidung bestimmt, ob du einen beschreibenden Text oder ein leeres Alt-Attribut setzt.
Informative Bilder sind zum Beispiel Produktfotos, Infografiken, Diagramme, Icons mit Funktion (z. B. „Suche“, „Warenkorb“) oder Fotos, die einen Artikelinhalt konkret machen. Für sie brauchst du einen Alt-Text, der die Information oder Aussage des Bildes wiedergibt, nicht bloß „was drauf ist“.
Rein dekorative Bilder sind z. B. Ziergrafiken, Trennlinien, Hintergrundbilder ohne Informationswert oder Fotos, die nur Stimmung erzeugen, aber im Text bereits ausreichend erklärt sind. Diese Bilder sollten konsequent mit alt=““ ausgezeichnet werden, damit Screenreader sie überspringen und Nutzer nicht mit unnötigen Informationen belasten.
Informative Bilder: So formulierst Du sinnvolle Alternativ-Texte
Prinzip: Aussage des Bildes statt reine Aufzählung
Für informative Alternativ-Texte für Bilder gilt: Beschreibe die Aussage oder den Nutzen des Bildes, nicht jeden optischen Detailaspekt. Nutzer wollen wissen, warum das Bild wichtig ist. Statt „Frau am Laptop“ schreibst du zum Beispiel „Kundin bucht eine Online-Beratung über die Website auf ihrem Laptop“ – das transportiert Kontext und Funktion.
Ein gutes Muster für Alt-Texte ist:
- Wer oder was ist zu sehen?
- Was passiert?
- In welchem relevanten Kontext?
In 5–15 Wörtern solltest du diese Fragen beantworten.
Vermeide Füllwörter und bildungsferne Fachsprache, wenn sie nicht unbedingt nötig ist. Der Text muss schnell verständlich und konkret sein.
Nutze aktive Verben, zum Beispiel „prüft“, „bestellt“, „vergleicht“ statt statische Formulierungen. So wird sofort klar, welche Handlung oder Funktion mit dem Bild verknüpft ist. Diese Art von Alternativ-Texte für Bilder hilft sowohl Screenreader-Nutzern als auch Suchmaschinen, Inhalte besser einzuordnen.
Beispiele für gute Alt-Texte bei informativen Bildern
Hier einige konkrete Beispiele, wie du informative Alternativ-Texte für Bilder formulieren kannst:

Produktfoto
alt=“Schwarzer Sneaker mit weißer Sohle und atmungsaktivem Mesh-Obermaterial“

Team-Foto
alt=“Fünfköpfiges Support-Team im Büro beim gemeinsamen Kundentelefonat“

Info-Grafik
alt=“Dieses Säulen-Diagramm zeigt eine 30-Prozent-Umsatzsteigerung durch E-Mail-Marketing in 12 Monaten“

Icon mit Funktion
alt=“Warenkorb öffnen“

Bildschirm-Foto für Schritt-für-Schritt Mini-Anleitung
alt=“In WordPress auf ‚Medien hinzufügen‘ klicken, um ein Bild hochzuladen“
An diesen Beispielen siehst du: Jeder Alternativ-Text erklärt den Nutzen des Bildes im Kontext. Es geht nicht darum, künstlerische Details zu beschreiben, sondern den Informationsgehalt in kurzer Form zugänglich zu machen.
Dekorative Bilder: warum alt=““ oft die beste Lösung ist
Rein dekorative Bilder sollten gezielt aus dem Lesefluss von Screenreadern herausgenommen werden. Die beste Praxis Stand 2026 ist, im HTML ein leeres Alt-Attribut zu setzen: alt=““. So erkennen Screenreader, dass dieses Bild keinen relevanten Inhalt hat, und überspringen es.
Typische Beispiele für dekorative Bilder sind abstrakte Hintergrundgrafiken, Stimmungsmotive ohne Mehrwert, visuelle Trennlinien oder Icons, die bereits durch unmittelbaren Text erklärt werden.
Wenn du dir die Frage stellst: „Würde dem Nutzer eine wichtige Information fehlen, wenn das Bild nicht da wäre?“ und du ehrlich „Nein“ antwortest, ist alt=““ korrekt.
Wichtig: Lasse das Alt-Attribut niemals ganz weg. Ein fehlendes Attribut kann von manchen Screenreadern anders behandelt werden als ein leeres. Zudem bewerten automatische Prüftools Seiten mit fehlenden Alt-Attributen schlechter. Setze also bewusst entweder einen sinnvollen Text oder gezielt alt=““.
Konkrete Best Practices für Alternativ-Texte für Bilder (Stand 2026)
1. Länge und Struktur deiner Alt-Texte
Die ideale Länge für Alternativ-Texte für Bilder liegt meist zwischen 5 und 15 Wörtern. Kurzer, aber vollständiger Kontext ist besser als ein halber Roman. Nur in Ausnahmefällen, z. B. bei komplexen Diagrammen, darf es deutlich mehr sein, dann solltest du jedoch eine ausführliche Beschreibung im Fließtext oder in einer Bildunterschrift ergänzen.
Beginne mit dem wichtigsten Hinweis:
Person, Handlung, Kernaussage.
Details wie Farben oder Stil nennst du nur, wenn sie für die Aussage relevant sind (z. B. bei Produkten oder Statusanzeigen).
Vermeide „Bild von“, „Foto von“, „Grafik zeigt“. Screenreader kündigen ohnehin an, dass es sich um ein Bild handelt.
Strukturiere deine Alt-Texte konsequent nach dem Muster
„Thema – Aktion – Kontext“.
So bleibt deine Schreibweise konsistent, und du kannst Alt-Texte im Team leichter standardisieren oder delegieren, etwa an Redakteurinnen oder Werkstudenten.
2. Suchmaschinenoptimierung ohne Keyword-Spam
Alternativ-Texte für Bilder sind ein relevanter, aber kleiner Rankingfaktor. Baue Keywords nur ein, wenn sie inhaltlich passen. Google erkennt seit Jahren überoptimierte Alt-Tags wie „billige Schuhe kaufen günstig Sneaker Shop“. Das wirkt unnatürlich und kann eher schaden als nutzen.
Nutze stattdessen natürliche Formulierungen mit relevanten Begriffen: „Damen-Laufschuh mit Dämpfung für lange Strecken“ ist sowohl nutzerfreundlich als auch SEO-tauglich. Wenn der Seitenfokus „Alternativ-Texte für Bilder“ ist, darf dieses Keyword in einigen Alt-Tags vorkommen, aber nur, wenn das Bild wirklich dazu passt, etwa bei Beispiel-Screenshots oder Anleitungen.
Vermeide es, jedes Bild mit demselben Keyword zu beschriften. Variiere Beschreibungen und nutze sinnvolle Synonyme. So schaffst du ein realistisches, vielfältiges Signal für Suchmaschinen und bietest gleichzeitig einen echten Mehrwert für Nutzer.
Beispiele nach Bildtypen: von Produkt-Foto bis Diagramm
Produktbilder in Online-Shops
Bei Produktbildern sollten Alternativ-Texte für Bilder klare Kaufentscheidungs-Informationen enthalten. Wichtige Aspekte sind Produktart, Farbe, Form, Material, besondere Eigenschaften und gegebenenfalls Zielgruppe. Das hilft sowohl sehenden als auch nicht sehenden Nutzern, ein Produkt zu vergleichen.
Beispiele

alt=“Ergonomischer Bürostuhl aus schwarzem Mesh mit verstellbarer Lendenstütze“

alt=“Edelstahl-Wasserflasche, 750 Milliliter, blau, doppelwandig isoliert“

alt=“Kinderzimmer-Lampe in Wolkenform mit drei warmweißen LED-Spots“
Wenn du mehrere Produktbilder mit unterschiedlichen Perspektiven hast, fokussiere jeden Alt-Text auf den Mehrwert des jeweiligen Bildes, etwa „Rückansicht“, „Detailansicht Sohle“ oder „Größenvergleich neben 15-Zoll-Laptop“.
Diagramme, Charts und Infografiken
Bei Diagrammen und Infografiken sind Alternativ-Texte für Bilder besonders wichtig, weil sie oft komplexe Daten transportieren. Der Alt-Text sollte die Kernaussage zusammenfassen, nicht jedes einzelne Datenlabel. Ergänze im Text oder in einer Bildbeschreibung die detaillierten Zahlen, wenn sie relevant sind.

alt=“Säulendiagramm zeigt, dass der Online-Umsatz 2023 um 25 Prozent gestiegen ist“

alt=“Kreisdiagramm zur Browser-Nutzung, Chrome mit größtem Marktanteil“

alt=“Infografik erklärt in fünf Schritten, wie Alternativ-Texte für Bilder erstellt werden“
Für Nutzer mit Screenreader ist es hilfreich, wenn du im Fließtext davor oder danach zusätzlich schreibst, was das wichtigste Ergebnis des Diagramms ist und welche Zahlen besonders auffallen.
So implementierst du Alternativ-Texte für Bilder in deinem CMS
Alt-Texte in HTML, WordPress, Shopify & Co.
Technisch werden Alternativ-Texte für Bilder im alt-Attribut des <img>-Tags hinterlegt. Ein einfaches Beispiel lautet: <img src=“produkt.jpg“ alt=“Roter Regenschirm mit Holzgriff“>. Dieses Muster ist in allen gängigen Systemen gleich, egal ob WordPress, TYPO3, Shopify oder ein individuelles CMS.
In WordPress findest du das Feld „Alternativtext“ in der Mediathek, sobald du ein Bild auswählst. In Shopify gibt es das Feld „Alt-Text für Bild“ in den Produkteinstellungen. Wichtig ist, dass du diese Felder beim Upload konsequent nutzt und nicht einfach leer lässt oder mit Dateinamen füllst.
Erstelle interne Richtlinien oder kurze Checklisten, damit alle im Team wissen, wie Alternativ-Texte für Bilder bei dir aussehen sollen. So vermeidest du Mischformen und sorgst für gleichbleibende Qualität, besonders wenn verschiedene Personen Inhalte pflegen.
Workflow-Tipp: Alt-Texte direkt beim Bild-Upload schreiben
Die beste Praxis ist, Alternativ-Texte für Bilder unmittelbar beim Upload zu vergeben. So ist der Kontext noch frisch, und du musst später nicht mühsam erraten, wo das Bild eingesetzt wurde. Viele Content-Teams integrieren das mittlerweile in ihre Redaktionsprozesse und Bilddatenbanken.
Eine einfache Regel lautet: Kein Bild verlässt die Mediathek ohne Alt-Text oder bewusst gesetztes alt=““. Wenn du regelmäßig große Bildmengen bearbeitest, plane feste Zeiten für die Pflege von Alt-Tags ein oder nutze Tools, die fehlende Alternativ-Texte listen. Trotzdem sollte immer ein Mensch die finalen Beschreibungen prüfen.
Automatische Vorschläge aus KI-Bildbeschreibungstools können eine Basis liefern, ersetzen aber keine redaktionelle Qualitätssicherung. Passe die Vorschläge an deinen Kontext, deine Sprache und deine SEO-Ziele an, bevor du sie veröffentlichst.
Typische Fehler bei Alternativ-Texten – und wie du sie vermeidest
Viele Websites wiederholen immer wieder dieselben Fehler bei Alternativ-Texten für Bilder. Häufig sind Alt-Texte ganz leer, obwohl das Bild informativ ist, oder sie bestehen nur aus Dateinamen wie „IMG_1234.jpg“. Beides hilft weder Nutzern noch Suchmaschinen und kann bei Barrierefreiheitsprüfungen negativ auffallen.
Ebenso problematisch ist Keyword-Stuffing, etwa „SEO Agentur SEO Beratung SEO Dienstleistungen“, das nichts über den Bildinhalt sagt. Auch zu lange, verschachtelte Sätze schrecken ab und erschweren das Verständnis beim Vorlesen. Halte deine Texte kurz, klar und inhaltlich korrekt.
Ein weiterer Fehler: Dekorative Bilder bekommen ausführliche Alternativ-Texte, die Screenreader-Nutzern nur Zeit stehlen. Überprüfe konsequent, ob ein Bild wirklich eine eigenständige Information transportiert. Wenn nicht, ist alt=““ die richtige Wahl und verbessert das Nutzererlebnis deutlich.
Checkliste: So optimierst du deine Alternativ-Texte für Bilder jetzt sofort
Wenn du direkt ins Tun kommen möchtest, kannst du diese einfache Checkliste nutzen, um deine bestehenden Seiten zu überprüfen und zu verbessern. Starte mit den wichtigsten Landingpages, Produktseiten oder häufig besuchten Artikeln und arbeite dich systematisch vor.
1. Liste alle Bilder der Seite auf (per Browser-Plugin oder CMS-Übersicht).
2. Entscheide pro Bild: informativ oder dekorativ?
3. Setze bei dekorativen Bildern konsequent alt=““.
4. Formuliere für informative Bilder kurze, aussagekräftige Alternativ-Texte.
5. Baue relevante Keywords nur natürlich ein, ohne Spam.
6. Prüfe das Ergebnis mit einem Screenreader oder Testing-Tool.
Wenn du diese Schritte regelmäßig anwendest, werden Alternativ-Texte für Bilder zu einem festen, professionellen Bestandteil deiner Content-Strategie. Du verbesserst damit Barrierefreiheit, Suchmaschinenranking und Nutzerzufriedenheit zugleich – und bist für die Anforderungen an digitale Zugänglichkeit ab 2026 bestens vorbereitet.
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